Auf dem deutschen Mobilfunkmarkt ist eine ganze Reihe von Providern aktiv und alle warteten im Mai 2010 gespannt auf die Ergebnisse der Auktion zur Vergabe der LTE Frequenzen. Erfolgreich waren letztendlich die drei großen Netzbetreiber Telekom, Vodafone und O2. Das Gebot von E-Plus reichte zwar nicht aus, um eigene Frequenzen zu ersteigern, aber als LTE Provider wird das Unternehmen am Markt beteiligt sein. Zum Start der LTE-Ära werden die Netzbetreiber selbst als LTE Provider aktiv und bieten verschiedene LTE-Tarife an. Als erster Anbieter öffnete Vodafone im Januar 2011 sein Netz und bietet seither vier reine Internet-Flatrate-Tarife an sowie vier Tarife für Doppelflatrates zum mobilen Internetzugang und zur Festnetztelefonie. Telekom-Tochter T-Mobile trat am 1. April 2011 in das Geschäft ein und vermarktet ebenfalls selbst sein Flatrate-Angebot Call & Surf via LTE.
Netzbetreiber O2 stellt sein LTE-Netz erst zum 1. Juli 2011 zur Verfügung und wird ebenfalls zunächst selbst als einziger LTE Provider im eigenen Netz tätig. Voraussichtlich bietet O2 zwei verschiedene LTE-Tarife an. Wie immer, wenn neue Frequenzen das Mobilfunkangebot revolutionieren, braucht es einige Zeit, bis Verträge mit Providern geschlossen werden und das Preisgefüge in Bewegung kommt. Noch im Laufe des Jahres 2011 wird E-Plus vermutlich in Zusammenarbeit mit dem hauseigenen LTE Provider Base das Angebot beleben.
Für die meisten LTE Provider lohnen sich eine Anmietung von LTE-Ressourcen und eine eigene Vertragsgestaltung erst dann, wenn der Netzausbau weiter vorangeschritten ist. Daher werden voraussichtlich erst zum Ende des Jahres 2011 oder im Jahr 2012 erste LTE Provider mit eigenen Angeboten auf dem Markt erscheinen.